Eine Baustelle an der Ulzburger Straße, kurz vor der Asphaltierung. Der Polier wartet auf die Freigabe der Tragschicht. Ohne den Nachweis der tatsächlichen Verdichtung läuft nichts. In Norderstedt, wo der Untergrund von feinen Schmelzwassersanden dominiert wird, reicht eine einfache Lastplatte oft nicht aus. Wir rücken mit dem Sandkegel an – kein Näherungswert, sondern eine direkte Dichtebestimmung in situ. Das Verfahren ist solid, wetterunabhängig und liefert einen Dichtewert, den der Prüfingenieur sofort verwerten kann. In der Norderstedter Praxis kombinieren wir die Felddichtebestimmung häufig mit einer Korngrößenanalyse, um den gemessenen Trockenraumdichte-Wert gegen die Referenzkurve des eingebauten Materials abzugleichen. So entsteht ein lückenloses Bild der Verdichtungsqualität, abgesichert durch eine akkreditierte Prüfung nach DIN 18125-2.
Ein Verdichtungsgrad ohne exakte Volumenbestimmung ist eine Schätzung – der Sandkegel liefert Gewissheit.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
Norderstedt liegt in einer Region mit hohem Grundwasserspiegel und staunassen Böden. Nach Starkregen, wie sie hier im Sommer häufiger auftreten, kann eine vermeintlich stabile Tragschicht innerhalb weniger Tage an Tragfähigkeit verlieren. Wer die Felddichtebestimmung nur bei trockenem Wetter durchführt, übersieht den kritischen Zustand nach Sättigung. Eine unzureichend verdichtete Schicht setzt sich unter Verkehrslast ungleichmäßig und führt zu Setzungsrissen in der darüber liegenden Asphaltdecke. In Leitungsgräben, die in Norderstedt oft in grundwassernahen Sanden liegen, ist der Sandkegel das Mittel der Wahl, um die lagenweise Verdichtung des Wiederverfüllmaterials nachzuweisen. Ein zu geringer Verdichtungsgrad DPr unterhalb von 97 % führt hier erfahrungsgemäß zu Nachsackungen, die aufwendige Sanierungen unter laufendem Verkehr erzwingen. Die Prüfung direkt nach dem Einbau ist daher keine Formalie, sondern eine versicherungstechnische Notwendigkeit.
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Geltende Normen
DIN 18125-2:2020-11, ZTV E-StB 17, DIN EN 13286-2
Zugehörige Fachleistungen
Felddichtebestimmung mit Sandkegel
Direkte Messung der Trockenraumdichte an der Einbaustelle nach DIN 18125-2. Geeignet für Tragschichten, Planum und Verfüllungen mit einem Größtkorn bis 63 mm. Inklusive Bestimmung des Wassergehalts und Berechnung des Verdichtungsgrades DPr.
Kombinierte Verdichtungsprüfung
Paket aus Felddichtebestimmung (Sandkegel) und zugehörigem Proctor-Versuch nach DIN 18127. Liefert die Referenzdichte aus demselben Material, das vor Ort eingebaut wurde. Für den rechnerischen Nachweis der Verdichtungsanforderung nach ZTV E-StB 17.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Norderstedt?
Für eine Einzelprüfung inklusive Auswertung und Prüfbericht liegen die Kosten je nach Anfahrt und Anzahl der Messpunkte zwischen €100 und €130 netto pro Punkt. Bei größeren Flächen mit mehreren Prüfpunkten erstellen wir ein individuelles Angebot.
Wie viele Prüfpunkte brauche ich für eine Baustraße in Norderstedt?
Die Anzahl richtet sich nach der Fläche und der Homogenität des Untergrunds. Als Faustregel gilt ein Prüfpunkt je 500 bis 1.000 m² eingebauter Schicht. In Norderstedt mit seinen teils wechselhaften Sandlinsen empfehlen wir bei kritischen Bauwerken eine Verdichtung des Rasters auf einen Punkt je 300 m², um lokale Schwachstellen sicher zu erfassen.
Kann der Sandkegel auch bei feuchtem Wetter eingesetzt werden?
Ja, das Verfahren funktioniert auch bei Regen, solange das Prüfloch nicht zuläuft. Der eingefüllte Normsand ist trocken und rieselfähig. Entscheidend ist, dass der Wassergehalt der entnommenen Probe im Labor bestimmt wird, um die Trockenraumdichte korrekt zu berechnen. Bei stark gesättigten Böden in Norderstedt entnehmen wir die Probe zügig und verpacken sie luftdicht, um Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden.
