Norderstedts Entwicklung von vier Bauerndörfern zur fünftgrößten Stadt Schleswig-Holsteins brachte eine enorme Vielfalt an Baugrundverhältnissen mit sich. Die eiszeitlichen Ablagerungen, die diese Region prägen, sind alles andere als homogen: Geschiebemergel wechselt sich mit Sandlinsen und Beckentonen ab, was die Tragfähigkeitsbeurteilung ohne tiefenorientierte Aufschlüsse zum Glücksspiel macht. Genau hier setzt der Standard Penetration Test an. Mit unserer Bohrramme erfassen wir die Schlagzahlen N₃₀ direkt im Bohrloch und liefern Ihnen eine belastbare Kennziffer, die weltweit als Referenz für Setzungsberechnungen und Gründungsempfehlungen dient. Ergänzend zur SPT-Bohrung greifen wir bei feinkörnigen Böden auf die Korngrößenanalyse zurück, um die Klassifikation nach DIN 18196 zu präzisieren, und nutzen den CPT-Versuch dort, wo ein lückenloses Profil des Spitzendrucks gefordert wird.
Die Schlagzahl N₃₀ ist kein Laborwert, sondern ein direkter Eindringwiderstand des Bodens – die robusteste Kennziffer für die Gründungsplanung in heterogenem Baugrund.
Methodik und Umfang
Lokale Besonderheiten
In Norderstedt beobachten wir immer wieder, dass bei älteren Bestandsbauten in den moorigen Randbereichen keine ausreichende Gründungstiefe gewählt wurde – die Folge sind Risse durch differentielle Setzungen, die ein Bauwerk dauerhaft schädigen. Ein SPT fördert diese Risikoschichten zutage, noch bevor der Bagger anrollt. Besonders tückisch sind die versteckten Sandlinsen im Geschiebemergel: Sie täuschen eine hohe Tragfähigkeit vor, können aber unter Wasserzutritt ausspülen und Hohlräume hinterlassen. Mit der SPT-Bohrung prüfen wir in Norderstedt jeden Meter auf Konsistenzwechsel und dokumentieren die Schlagzahlen lückenlos. Wer auf diese Untersuchung verzichtet, geht das Risiko ein, dass die Bodenplatte später ungleichmäßig nachgibt – ein Schaden, der sich mit einer Investition in die Baugrunderkundung um ein Vielfaches vermeiden lässt.
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Geltende Normen
DIN EN ISO 22476-3:2012, DIN 4020:2010 – Geotechnische Untersuchungen, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke
Zugehörige Fachleistungen
SPT-Bohrung mit geotechnischem Bericht
Wir führen die SPT-Bohrung nach DIN EN ISO 22476-3 durch, werten die Schlagzahlen aus und leiten daraus die Lagerungsdichte, den Reibungswinkel und die Steifigkeit ab. Der Bericht enthält eine Gründungsempfehlung mit zulässigen Sohlspannungen und Setzungsabschätzung – abgestimmt auf die Baugrundklassen in Norderstedt.
Kombinierte Baugrunderkundung SPT + CPT
In bindigen Wechsellagen und bei hohen Anforderungen an die Setzungsprognose kombinieren wir den SPT mit dem elektrischen CPT. So erhalten Sie sowohl die Schlagzahlen für die empirische Bemessung als auch das Spitzendruckprofil für die numerische Simulation.
Typische Parameter
Häufige Fragen
Was kostet eine SPT-Bohrung in Norderstedt pro laufendem Meter?
Für eine normgerechte SPT-Bohrung in Norderstedt müssen Sie mit Kosten zwischen €560 und €610 pro Bohrmeter rechnen, inklusive Bohrgutansprache, Schlagzahldokumentation und Kurzbericht. Der genaue Preis hängt von der Zugänglichkeit des Bohrpunktes und der erforderlichen Bohrtiefe ab.
Ab welcher Bauwerksklasse ist ein SPT in Norderstedt vorgeschrieben?
Der SPT ist nicht pauschal vorgeschrieben, aber nach DIN 4020 und Eurocode 7 für die Geotechnische Kategorie GK 2 und GK 3 dringend empfohlen. In Norderstedt verlangen die meisten Prüfstatiker bei Geschosswohnungsbau und Gewerbebauten mit hohen Lasten eine SPT-Bohrung, um die Bettungsmodulwerte abzusichern.
Wie tief muss die SPT-Bohrung unter der geplanten Gründungssohle reichen?
Die Erkundungstiefe richtet sich nach der Spannungsausbreitung unter dem Fundament. In der Regel bohren wir in Norderstedt bis in eine Tiefe, in der die Zusatzspannung auf 20 % der ursprünglichen Überlagerungsspannung abgefallen ist. Bei Einzelfundamenten sind das oft 3 bis 5 Meter unter Sohle, bei Plattengründungen auch mehr.
Kann der SPT auch in sandigen Böden mit hohem Grundwasserstand eingesetzt werden?
Ja, das ist sogar ein typisches Szenario in Norderstedt. Wir verrohren das Bohrloch und setzen die Sonde durch die Verrohrung ab. So verhindern wir das Einbrechen der Bohrlochwand und erhalten auch unterhalb des Grundwasserspiegels verwertbare N₃₀-Werte.
